Bremer Bündnis für Wohnen

Hintergrund und Entstehung des Bündnisses
Das Bremer Bündnis für Wohnen wurde im Jahr 2012 auf Initiative des Bürgermeisters und des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr gegründet. Dem Bündnis ging ein wohnungswirtschaftlicher Dialog zwischen Verwaltung und Wohnungsunternehmen voraus.
Hintergrund für die Gründung des Bündnisses ist der zunehmende Druck durch Rück- und Zuwanderung, vor allem auf innerstädtische Gebiete. Gleichzeitig werden die problembelasteten und peripheren Stadtteile sehr wenig nachgefragt. Verbunden mit einer geringen Neubautätigkeit in den letzten Jahren, insbesondere im Geschosswohnungsbau, führt dies zu Problemen bei der Wohnraumversorgung. Dies betrifft vor allem die Versorgung von kleinen und mittleren Haushalten sowie Menschen mit Zugangs- bzw. Vermittlungsschwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt (z.B. Arbeitslose, Flüchtlinge, Obdachlose). Die Versorgungsschwierigkeiten wurden zudem mit großer Öffentlichkeitswirksamkeit von caritativen Trägern thematisiert.
Durch die zunehmende Anzahl von Flüchtlingen, die mit Wohnraum versorgt werden müssen, haben sich die Angebotsengpässe im Zeitverlauf weiter verstärkt. Bei gleichzeitig steigender Nachfrage nach preiswertem Wohnraum nimmt die Anzahl an Wohnungen mit Sozialbindungen ab.

Ziele des Bündnisses
Das Bündnis hat das Ziel, wohnungspolitische Instrumente und Maßnahmen in einem breit besetzten Plenum zu diskutieren, Empfehlungen zu erarbeiten und zu beschließen. Der Abstimmungsprozess zwischen den Bündnispartnern ist dabei besonders wichtig.
Um die Wohnungsnachfrage abzudecken und ein ausgewogenes Wohnungsangebot zu erreichen, geht Bremen davon aus, dass im Zeitraum von 2010 bis 2020 rund 14.000 neue Wohnungen benötigt werden. Diese Zielgröße für den Neubau von jährlich 1.400 Wohneinheiten bildet das quantitative Ziel der im Bündnis diskutierten Themen. Das Bündnis versteht sich als fortlaufender Prozess, sodass Zielzahlen im Zeitverlauf auch angepasst und nachjustiert werden können.
Es geht jedoch nicht nur um die quantitative Zahl an neuem Wohnraum sondern vor allem auch darum, dass mit dem Neubau die Bedarfsgruppen (Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen, Haushalte mit Vermittlungsproblemen, Studenten) ausreichend versorgt werden. Ein wichtiges Ziel dafür ist auch die Vereinbarung und Umsetzung konkreter (Pilot-)Projekte, mit denen die Zielsetzungen des Bündnisses modellhaft umgesetzt werden. Zudem sollte durch die Diskussionen im Bündnis ein gemeinsamer Blick auf bestehende Entwicklungshemmnisse der Neubautätigkeiten erfolgen, um daraus entsprechenden Maßnahmen zu vereinbaren.

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